Einer der schönsten Wanderwege

Rund um die hübsche Stadt Baden-Baden führt mich der schönste Wanderweg des Jahres 2020. Im Kurhaus kaufe ich einen Plan über die zu bewältigenden vier Etappen. Über die charmanten Kurhaus-Kolonnaden spaziere ich über den Leopoldsplatz und direkt hinein in die schöne Altstadt. Mein Blick fällt kurz auf die Designerlogos der Schaufenster. Wer hier einkauft, muss viel Geld dabei haben. Ich bin also sicher kein potenzieller Kunde. Vorbei am hoch aufragenden Turm der Stiftskirche schlendere ich über den Marktplatz. Über der Stadt liegt ein strahlend blauer Himmel ohne Wolken. Endlose Treppenstufen tragen mich hinauf bis zur Terrasse des Neuen Schlosses auf dem Florentinerberg. Der Ausblick über Baden-Baden ist wunderschön und weitläufig. Ich schirme mit der Hand die Augen vor der gleißenden Sonne ab und genieße die idyllische Sicht. Am Hungerberg setzte ich mich kurz in die Strohhütte, genieße die schöne Shilouette der unter mir liegenden Stadt und esse ein paar Minitomaten.  Durch einen Schatten spendenden Park spaziere ich bergan bis zur einsam gelegenen Sophienruhe. Auch hier ist die Weitsicht grandios. Ein breiter Waldweg löst den schmalen Wanderpfad ab. Durch hohe Tannen kämpfe ich mich weiter den Berg hinauf. Vorbei an der Bernharduskapelle bis zu den mächtigen Gemäuern der Burgruine des Alten Schlosses. Am Battertfelsen befinden sich mehrere steinerne Aussichtsplattformen, unter anderem auch die Ritterplatte auf 488 m Höhe. Sogar die Spitze des Sendeturms auf dem Gipfel der Hornisgrinde ist hier zu sehen. Mehr Szenerie als hier geht vermutlich nicht. Das Neue Schloss kann ich von hier recht nah ausmachen. Die prächtigen Villengebäude Baden-Badens liegen etwas weiter weg. Ein inspirierender Ort mitten in der Natur. Sehr gut um Energie und Kraft zu tanken.

Der schroff abfallende Felsen wölbt sich ins bodenlose Nichts den kleinen, zierlichen Miniaturhäuschen der Kurstadt Baden-Baden entgegen. Ein gewundener, schmaler Pfad trägt mich durch Laubwälder, deren zartgrüne Blätter bereits sprießen. Zur Engelskanzel geht es nun wieder bergab. Einen Abstecher zur Teufelskanzel gönne ich mir. Auch hier ist der Ausblick absolut himmlisch und dem Himmel so nah. Ich setzte mich auf eine Aussichtsbank und esse zu Mittag. Eigentlich möchte ich überhaupt nicht mehr weiter gehen und nur diese wunderbare Landschaft auskosten. Aber ich weiß ja nicht, welch erhabene Szenerien noch auf mich warten. Es geht nun erstmal den Berg hinunter bis ich bei der Talstation der Merkurbergbahn bin. Mit der kleinen Gondel geht es 370 Höhenmeter steil hinauf auf den Gipfel. Ich werfe meinen Rucksack auf einen der hölzernen Liegestühle und schiebe meinen Körper in die Sonne. Aufgrund der Wärme auf meinen Wangen schließe ich die Augen und döse weg. Ein wohliges Gefühl. Ein Plastikpfeil zeigt in die Richtung mehrerer Wildgehege. Wildschweine und Rotwild werde ich mir später anschauen. Gleitschirmflieger springen vom Merkur in den Himmel und ziehen im strahlenden Blau des Horizonts ihre Kreise. Elegant lenken diese den bunten Stoff über die weite Landschaft. Die restlichen drei Etappen des Panoramawegs hebe ich mir wohl auf. Ich bleibe hier. Letztlich laufe ich doch noch bis zur Marienkapelle. Dieser Ort ist einfach zu schön.


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