Die Farbe Blau

Die dunklen Wände der Toilette sind mit dunklem Schaum besprüht. Azurblaue Glassteinchen glitzern über den gesamten Boden verteilt und kleben am Waschbecken. Die helllila Seife auf der Ablage verströmt einen zarten Lavendelgeruch. Ein winziger Spiegel prangt inmitten der gewellten Umgebung. Selbst die Klobrille ist aus dunkelblauem Plastik. Ich wasche mir kurz die Hände und mache die Tür nicht ganz zu. Ein winziger gleichmäßiger Lichtspalt funkelt auf den kleinen Glaskristallen um den Wasserhahn. In dieser dunklen Umgebung ist es unmöglich Insekten auszumachen. Bevor aus der blauen Düsternis eine Spinne auf mich herab segelt, lasse ich mir lieber einen möglichen Fluchtweg offen. Das zierliche Badezimmer gehört zum Museum Blau in Schwetzingen. Hier geht es gänzlich um die gleichnamige Farbe und all ihre Bedeutungen. Blau steht als dunkelste Buntfarbe den Phänomenen der Nacht und Dämmerung sehr nahe. Das schließt auch alle irrationalen Ängste, die Menschen in der Dunkelheit empfinden mit ein. Nicht umsonst nennt man den Zeitraum nach dem Sonnenuntergang auch die blaue Stunde. Im heidnischen Glauben nahmen diese Ängste die Gestalt von Geistern und Dämonen an. Keine Spinnen also, sondern eher Hexen und Zauberer.

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Um ein blaues Feuer versammeln sich ja bekanntlich Hexen in der Walpurgisnacht. Wetterhexen lassen blauen Dunst und damit schlechtes Wetter aufsteigen. Oder sie beschwören durch blauen Rauch die Geister von Verstorbenen oder Krankheiten herauf. Man glaubte auch, dass Hexen sich selbst in blauen Rauch verwandeln konnten. So drangen sie durch Schornsteine oder Schlüssellöcher völlig unfassbar in Häuser ein. Die Gebrüder Grimm verfassten im 19. Jhd. ein ganzes Handbuch des deutschen Aberglaubens, in dem die Farbe Blau in Verbindung mit Hexen eine tragende Rolle einnahm. Diese volkstümliche Einbildung existierte lange neben dem Christentum. Dieses verehrte Blau als Marienfarbe und kämpfte gegen solchen Irrglauben.  Ein gerahmtes Bild zeigt einen blauen Eisenhut, unsere giftigste einheimische Pflanze. 5mg des enthaltenen Giftes haben bereits tödliche Wirkung. Ich präge mir die Form der Blüte genau ein. Da sogar der Kontakt zur Vergiftung ausreicht darf man diese auf keinen Fall pflücken. Seit Jahrtausenden wird die Blume von Giftmörderinnen geschätzt. Ihr Rauschgift führt zu starken Halluzinationen. Bevor das Christentum alle blauen Blumen zu Marienblümchen erklärte, galten diese nach heidnischer Tradition als Hexenkräuter. Sie wurden zum Abwehrzauber gegen Böses an Haustüren oder Kinderkrippen gehängt.

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Blaue Pflanzen sind in der Natur eher selten und durch kleine chemische und physikalische Wunder bemerkenswert. Abhängig vom pH-Wert verändert sich deren Blütenfarbstoff und wird bisweilen von UV-Licht noch intensiviert. Positiv betrachtet spielen viele von ihnen heute noch in der Homöopathie eine große Rolle. Besonders bekannt sind blaue oder violette Veilchen. Sie sind Frühlingsboten und völlig anspruchslos in der Pflege. In der Blumensprache stehen sie für Demut und Jungfräulichkeit und werden daher im kirchlichen Konsens als perfekte Marienblume angesehen. Die Blütenblätter sind essbar, besonders in kandierter Form. ‚Blaue Veilchen‘ werden aber auch als Synonym für Hämatome genutzt. Alle blauen Blumen galten im Aberglauben als sogenannte Wetter- bzw. Gewitterblumen. Sie wurden schon in germanischer Zeit mit dem Himmels- und Kriegsgott Thor in Verbindung gebracht. Die blaue Blütenfarbe macht sie zu Statthaltern der Himmelsfarbe auf Erden. Sie bilden eine Art heißer Draht zum Himmel und seinen bedrohlichen Phänomenen wie Blitz und Donner. Brach man eine solche Blume konnte man ein starkes Gewitter heraufbeschwören. Das muss ich direkt mal ausprobieren, sobald ich irgendwo ein Veilchen sehe.

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Ein Naturphänomen ist das letzte blaue Rätsel dieser Erde: das Irrlicht. Fotografien und andere objektive Beweise seiner Existenz sind nicht überliefert. Es gibt lediglich Erzählungen von Augenzeugen über ein bläuliches Licht. Das Irrlicht ist in Mooren und Sümpfen zu Hause. Mit Vorliebe treibt es sich auf Friedhöfen herum. Am liebsten bei regnerischem Wetter und in der Dämmerung oder Nacht. Man nennt es auch Narrenlicht, Irrwisch oder Spuklicht. Im Japanischen gibt es eine ähnliche Erscheinung namens Hitodama. Abergläubische Menschen sahen in den Erscheinungen die unerlösten Seelen von ungetauften Kindern, Ertrunkenen (Moorleichen), Selbstmördern und Verbrechern. Die moderne Wissenschaft bemüht sich seit der ersten Sichtung der Phänomene um Erklärungen. Sie vermutet zum einen spontan entzündliche Gase wie Methan und Phosphorwasserstoff. Zum anderen diskutiert man über kaltes Licht, das durch die Biolumineszenz von Bakterien oder Pilzen hervorgerufen wird. Im Gegensatz dazu sind Glühwürmchen kein ungeklärtes Naturphänomen. Diese Leuchtkäfer kennt man auf der ganzen Welt. Sie beherrschen ebenfalls die Fähigkeit ein kaltes Licht chemisch zu erzeugen. Mit diesem finden Weibchen und Männchen zueinander. Deshalb sind die romantischen Käferchen besonders bei Verliebten gerne gesehen und werden im Orient auch gesammelt und in kleinen Schachteln gefangen. In Schatullen konnte man diese dann um den Hals tragen.

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Neben der Farbe hat heute vor allem das ‚blau sein‘ eine Bedeutung. So heißt im übertragenen Sinne betrunken sein. Das blaue Buch ist die Bibel der Anonymen Alkoholiker. Das Blaue Kreuz ist ein 1877 von zwei evangelischen Pfarrern gegründeter Verein zur Bekämpfung von Alkoholismus. Lange unterhielt das Blaue Kreuz in Deutschland alkoholfreie Hotels, z. B. auch in Heidelberg. Im Englischen hingegen bedeutet ‚feel/ be blue‘ sehr traurig oder trübsinnig zu sein. Hier steht der Begriff eher mit Liebeskummer oder Melancholie in Verbindung. Viele blaue Metaphern kreisen international um Liebe und Sexualität. Im Russischen bedeutet das Adjektiv ‚goluboy‘ schwul sein. Im Französischen nennt man die Liebe zwischen Männern ‚Amour bleu‘. Ein blaues Mädchen meint eine gefallene Dirne. Und im Englischen bezeichnet man mit Blue Movie Pornographie. Es gibt aber auch viele blaue Wortspiele aus anderen Bereichen.

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Ich betrete ein völlig gekacheltes Zimmer. Auf den Keramikplättchen zeichnen sich blau-weiße, wild verzierte Muster, als säße ich in einem marokkanischen Bad. Aus der Wand ragt eine schief angebrachte Steckdose. Dies ist eine Blaumontagsarbeit, zeigt ein Schildchen darunter an. Dahinter verbirgt sich die seit Jahrhunderten von Handwerkern geübte Tradition, den Beginn der Arbeitswoche zu schwänzen oder ersatzweise mit viel Alkohol erträglicher zu gestalten. Dies konnte natürlich die Qualität der Arbeit stark beeinträchtigen. Im Rheinland bezeichnet man eine schlecht ausgeführte Arbeit daher als Blaumontagsarbeit. Vor der Steckdose steht eine azurblaue Couch auf der Kissen in allen Blaunuancen liegen. Die Wände sind mit Bildern von Redewendungen oder Dingen um die Farbe Blau gerahmt. Vom blauen Affen gebissen ist ein schöner, alter Ausdruck. Häufig in der Formulierung ‚Dich hat wohl ein blauer Affe gebissen‘ bedeutet dieser ‚Du spinnst‘ oder ‚Du bist ja verrückt.‘ Der blaue Würger ist kein Edgar Wallace Film, sondern ein Synonym für scharfe Spirituosen in der ehemaligen DDR, wie ‚Kristallwodka‘ oder ‚Klarer Juwel‘. Er verdankt den hübscheren Teil seines Namens seinem blauen Etikett, das im Museum ebenfalls an der Wand hängt. Er gehört zu den billigsten Schnäpse der DDR und ging nur kartonweise über den Ladentisch.

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Eigentlich bewegt die ganze Bevölkerung der Erde sich ständig auf einem ‚blauen Planet‘. Wie wenig Bedeutung man einer Farbe beimisst, die derart präsent im Alltag ist, kann ich kaum glauben. Kein Wunder, dass die Bedeutung von ‚Blau‘ ein ganzes Museum füllen kann. Im Mittelalter galt Jupiter als der ‚blaue Planet‘. Erst mit den Beobachtungen von Juri Gagarin, der 1961 als erster Mensch in einer Raumkapsel unseren Planeten aus dem Weltraum sehen konnte wechselte man die Bezeichnungen. Doch nicht nur Wasser leuchtet blau. Auch Blitze werden häufig blaues Licht oder Feuer genannt. Sie können in der Natur tatsächlich eine bläuliche Farbe aufweisen, wie jedes sehr energetische Licht. Manchmal wird dabei nur der Nachthimmel blau beleuchtet, wobei der Blitz selbst eher weiß erscheint. Die Wörter ‚Blau‘ und ‚Blitz‘ haben in dem indoeuropäischen Wort für ‚Leuchten, Glänzen, Schimmern‘ einen gemeinsamen Ursprung. Das Verb ‚blitzen‘ bedeutet noch im Mitteldeutschen ‚bläulich aufleuchten‘. Die elektrischen Funkenentladungen am Himmel galten dem Mensch stets als bedrohliche Naturgewalt und strafende Waffe der Himmelsgötter. Darüber hinaus konnten auch Riesen, Elfen und andere Geister oder Dämonen Blitze schleudern und damit Unheil bringen. Nicht zuletzt brennen auch die Schwefelflammen des Fegefeuers sicherlich blau.

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Ein blauer Mond ist ein extrem seltenes Himmelsphänomen. Dieses kann bisweilen nach Vulkanausbrüchen beobachtet werden, wenn die Asche in der Atmosphäre als trübes Medium ein bläuliches Licht hervorruft. Unabhängig davon ist der ‚Blue Moon‘ eine mittlerweile auch in Deutschland gängige Bezeichnung für einen vierten Vollmond innerhalb einer Jahreszeit. Heute gilt der Begriff für einen zweiten Vollmond innerhalb eines Kalendermonats. Blaue Monde erscheinen statistisch etwa 40 Mal in 100 Jahren. Sie sind also ebenfalls selten, so dass die englische Redewendung ‚Once in a blue Moon‘ ein ‚Niemals‘ meint. In diesen Satz mischt sich die im Englischen oft mit Blau assoziierte Melancholie, insbesondere wenn er zwischen zwei Liebenden gesprochen wird. Hier liegt wohl der Grund dafür, diese kalendarische Unregelmäßigkeit mit der Farbe Blau zu umschreiben. Der Begriff lässt sich auf ein 1528 belegtes Sprichwort zurückführen. Er findet sich sehr häufig als Motiv in der angloamerikanischen Popmusik wie dem Blues.

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Passend zur Farbe ihres Arbeitsplatzes dem Meer sind auch Seeleute traditionell in Blau gekleidet. Bei Fischern und Seeleuten dominierte im 18 Jhd. das billig gewordene einfache Indigoblau, das bei allen Arbeitern weit verbreitet war. Bei Mitgliedern der Marine ist das Blau Teil einer militärischen Uniform, die aus Kostengründen überall aus indigoblauen Tuchen geschneidert wurde. Daraus entwickelten sich sprachliche Synonyme. Blue Jackets nennt man im Englischen seit Mitte des 19. Jhds alle Matrosen und Marineangehörige. Im Deutschen ist neben den Blaujacken auch der Begriff Blaue Jungs üblich. Dieser Spottname bezieht sich wohl auf das scheinbar faule Leben wehrpflichtiger Matrosen, die auf schönen Schiffen ins Blaue hinein segeln und sich in den Häfen vergnügen dürfen. Die Idee Jungen in blau-weiße Matrosenanzüge zu stecken, stammt aus dem englischen Königshaus. Das Bürgertum in ganz Europa griff die für Kinder sehr bequeme Mode auf, die zwischen 1870 und 1930 sowohl Buben als auch Mädchen (dann mit Rock satt Hose) kleidete. Der Matrosenanzug wurde zum Inbegriff der behüteten Kindheit. In einigen Ländern wie Japan und Ungarn sind bis heute die Schuluniformen dem Matrosenanzug nachempfunden. Gleiches gilt für den Auftritt der Wiener Sängerknaben. Berühmte Träger des Matrosenanzugs bis heute sind Donald Duck oder Popeye. Auch die Nixen und Wasserfrauen, die sich in Fabeln und Geschichten einen Spaß daraus machen, Seeleute oder Fischer ins Verderben zu leiten, sind meistens blau gekleidet oder besitzen eine bläulich schimmernde Haut.

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Blasse Hautfarbe kann beim Menschen ebenfalls blau glänzen. Schuld ist eine mangelnde Durchblutung der Haut und dadurch einen Unterversorgung mit Sauerstoff. Oft wird diese begleitet von Schwindel und Ohnmacht. Blassblaue Menschen frösteln gerne und fallen durch einen unangenehm kalten Händedruck auf. Besonders im 18 Jhd. war eine solche Hautfarbe ein weibliches Schönheitsideal der Aristokratie. Dadurch entstand der Ausdruck ‚blaues Blut‘. Bis heute werden im Orient blasse Frauen als außerordentlich schön und edel empfunden. Eine rötliche oder gar von der Sonne gebräunte Haut gilt als bäuerlich und unfein. Ich steige die himmelblauen Stufen der Holztreppe hinauf, die in den zweiten Stock führt. Das Zimmer, in das ich eintrete leuchtet in einem zarten Hellblau, fast eisig wirkt die Atmosphäre. Eine Schaukel in Form einer riesigen Wolke hängt frei im Raum und unterstreicht das kühle Klima. Blau wird von den meisten Menschen als kalte Farbe empfunden, so auch von mir. Ich fange an zu frieren.

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Wir schätzen einen Raum in diesem Farbton automatisch als kälter ein als ein Zimmer in einem warmen Kolorit. Der menschliche Farbsinn hat im Lauf der Evolution eine Vorliebe für hellere Farben entwickelt. Diese Signalfarben werden als nah und warm empfunden. Die Netzhaut des menschlichen Auges kann Farben wie Rot oder Gelb viel besser wahrnehmen als blau, was einen neurologisch schwachen Reiz darstellt. Das abstrakte anorganische Blau des Himmels blieb daher lange unbeachtet. Selbst im Alten Testament ist die Farbe des Himmels nie erwähnt worden. Lange hat man daher ernsthaft über eine Blaublindheit der Menschen spekuliert. Trotzdem ist Blau meine Lieblingsfarbe. Und passt sehr gut zur Farbe meiner Augen. Genau genommen entstehen blaue Augen durch einen Mangel an Pigment im Auge. Das Licht wird im trüben Medium der Linse bläulich gebrochen. Ebenso verhält es sich mit dem Blau des Himmels. Nicht zu verwechseln mit dem Begriff ‚blaues Auge‘, welches wiederum ein Hämatom ums Auge, also einen Bluterguss, meint.

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Seit etwa Mitte des 19. Jhds fügte man der Weißwäsche gerne eine Prise blauen Pigments bei, meist synthetisches Ultramarin. Dadurch lassen sich gelbliche Tönungen, der ‚Gilb‘ der Wäsche mit einem komplementären Blauton optisch neutralisieren. Ultramarin ist darüber hinaus wasserunlöslich und in geringem Maße ein UV-Absorber. Dieser reflektiert blauviolettes Licht, sodass weiße Wäsche wie neu erstrahlt. So wurde diese ‚gebläut‘ bzw. ‚geblaut‘. In der Mode kennen wir Blau hauptsächlich durch die ‚blue Jeans‘. 1853 wurde diese von Levi Strauss kreiert. In Kalifornien versorgte er die Goldgräber mit strapazierfähigen Arbeitshosen. Diese wurden allerdings erst ab 1870 blau eingefärbt. Nach dem 2. Weltkrieg kam die Blue Jeans nach Europa, wo sie zur Grundausstattung der US-Soldaten gehörten. Filmstars wie James Dean oder Marilyn Monroe machten diese Arbeiterhosen sexy und damit populär. Hippies stiegen mit jeder neuen Jeans erst mal in die Badewanne, um die hautenge Passform zu erreichen. Mit abgewetzten Arbeiterhosen provozierte man im Westen gerne das bürgerliche Establishment.

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Ich ziehe eine blaue Schublade auf. Eine Horde blauer Schlümpfe blickt mir entgegen. 1958 erfand diese Figuren der belgische Zeichner Peyo alias Pierre Cuilford. Auf dem blau angestrichenen Schreibtisch sitzt eine blauhäutige außerirdische Spezies aus dem Film Avatar. Aliens sind bis zum Beweis des Gegenteils reine Hirngespinste und werden häufig mit blauer Hautfarbe phantasiert um ihre Exotik zu betonen. Daneben sitzt der blaue Dschinn aus dem Disneyfilm Aladin, der dem Besitzer seiner Lampe drei Wünsche erfüllt. In der zweiten Schublade sitzt das Krümelmonster aus der Muppetshow. Jim Henson und Frank Oz haben es 1966 geschaffen. Es gilt als das freundlichste Monster der Welt. Zumindest wenn es satt ist und genug Kekse zu essen hat. Ansonsten ist es bereit selbst die Verpackungen zu essen. Eine angenagte Sachertorteschachtel auf dem Tischchen verdeutlicht dies. Der hinduistische Gott Krishna wird ebenso mit blauer Hautfarbe dargestellt. Eine schöne Geschichte erzählt, dass dieser sah, wie die Welt vom Bösen vergiftet war. Er nahm daher alles blaue Gift in sich auf und kam so zu seinem Hautton. Mit heulenden Sirenen fährt auf der Straße ein Polizeifahrzeug vorbei. Der Schein des flackernden Blaulichts spiegelt sich auf den bläulichen Gardinen. Eingeführt wurde das blaue Licht für Polizeiautos in den 1950er Jahren. Auch die Feuerwehr und Rettungsdienste dürfen es benutzen. Über die vielfältigen Bedeutungen und Verwendungen meiner Lieblingsfarbe Blau bin ich stark beeindruckt. Irgendwann fällt mir allerdings die kalte, eisige Farbgebung aufs Gemüt. Ich schlendere aus dem Innenhof und biege um die Ecke. Hier liegt das Restaurant ‚Blaues Loch‘. Ich ziehe die Tür auf und schon hat mich das nächste Blau verschluckt.

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